Wissenschafts- und Technologiepolitik

Unsere Projekte

Wissenschaft und Technik sind Kernelemente moderner Gesellschaften. Sind ebenfalls zentrale Akteure in und Themen von nationaler und internationaler Politik. Die Professur für Wissenschafts- und Technologiepolitik erforscht die vielfältigen Beziehungen zwischen Wissenschaft, Technologie, Gesellschaft und Politik, die in unseren zunehmend technowissenschaftlichen Gesellschaften entstehen.

Projektstatus
Gefördert durch
Projekttyp
Augenscheinlich exzellent? Evidenzpraktiken in der Aufbereitung wissenschaftlicher Forschung und Biographien für die Beantragung von ERC Starting und Consolidator Grants Im gegenwärtigen Wissenschaftssystem ist hohe wissenschaftliche Qualität, oft mit dem Begriff der Exzellenz gefasst, sowohl zum vielbesprochenen Ziel wissenschaftlicher und wissenschaftspolitischer Aktivitäten geworden, als auch zur strittigen Frage: Wie kann wissenschaftliche Exzellenz evident gemacht werden? Und wer kann sie mit welchen Mitteln bestimmen, messen und vergleichen?
Projektleitung
Prof. Dr. Ruth Müller
Fördergeber
DFG
DFG dfg
Projekttyp
drittmittelprojekt-third-party-funded-project
Responsible Robotics (RR-AI). Tracing Ethical and Social Aspects of AI-Based Transformations in Healthcare Work and Knowledge Environments. (bidt) The integration of embodied Artificial Intelligence (AI) into healthcare and society is expected to deliver major benefits in future decades. However, innovations such as AI operating robots, AI prosthetics, care- or at some point even micro- and nanorobots will come with a number of ethical, social, political and legal challenges, among them ground-breaking shifts in the work cultures and expertise of medical professionals. RR-AI therefore seeks to 1) empirically study the social and ethical and legal dimensions of two novel AI-based technologies – a service robot named GARMI, and a smart arm exoprosthesis – as they are being developed and implemented in healthcare practice; 2) develop a practical toolbox for future interdisciplinary AI innovation, as well as concrete standards and recommendations for responsible integration of embodied AI into healthcare work practice and training; 3) experimentally test these tools and recommendations through interdisciplinary co-creation and work-place integration of embodied AI applications.
Projektleitung
Prof. Dr. Ruth Müller
Zeitraum
04.2020 - 04.2023
future
Fördergeber
Bayerisches Forschungsinstitut für digitale Transformation (bidt)
Bayerisches Forschungsinstitut für digitale Transformation (bidt) bayerisches-forschungsinstitut-fr-digitale-transformation-bidt
Projekttyp
verbundprojekt
Plastics – Publics – Politics (BMBF) Plastik und insbesondere Mikroplastik in der Umwelt stehen seit einiger Zeit vermehrt im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Schlagzeilen wie „Unterschätzte Gefahr – Plastikteilchen verunreinigen Lebensmittel“ (Spiegel online, 2013) oder „Gefährliche Mini-Giftbomben“ (Focus online, 2012) weisen auf einen zunehmenden gesellschaftlichen Diskurs über die möglichen gesundheitlichen und umweltbezogenen Risiken von Mikroplastik hin, der sich auch in einer steigenden wissenschaftlichen und politischen Beschäftigung mit dem Thema (Mikro)Plastik in der Umwelt widerspiegelt.
Projektleitung
Prof. Dr. Ruth Müller
Zeitraum
03.2018 – 08.2021
past
Fördergeber
BMBF
BMBF bmbf
Projekttyp
verbundprojekt-consortium-project
Genom-Editierung in der Landwirtschaft: Gesellschaftliche und wissenschaftliche Bewertungen (Bayerische Forschungsstiftung) Das CRISPR-Cas9 System wird derzeit als revolutionärer Durchbruch in der Gentechnologie diskutiert und erhält zunehmend wissenschaftliche und mediale Aufmerksamkeit. Das aus Bakterien isolierte System würde völlig neue Möglichkeiten der „Genom-Editierung“ quer zu verschiedensten Organismen erlauben, die wesentlich präziser und kostengünstiger wären als bisherige biotechnologische Methoden.
Projektleitung
Prof. Dr. Ruth Müller
Zeitraum
09.2018 – 05.2021
past
Fördergeber
Bayerische Forschungsstiftung
Bayerische Forschungsstiftung bayerische-forschungsstiftung
Projekttyp
Verbundprojekt / Consortium Project
Verbundprojekt / Consortium Project
Die Umweltepigenetik situiert verstehen. Eine vergleichende, akteurszentrierte Studie der Umweltepigenetik als aufstrebender Forschungsansatz in drei Forschungsfeldern (DFG) Eine vergleichende, akteurszentrierte Studie der Umweltepigenetik als aufstrebender Forschungsansatz in drei Forschungsfeldern
Projektleitung
Prof. Dr. Ruth Müller
Zeitraum
10.2018 – 09.2021
past
Fördergeber
DFG
DFG dfg
Projekttyp
drittmittelprojekt-third-party-funded-project
SCALINGS – Scaling up Co-Creation: Avenues and Limits for integrating Society in Science and Innovation (EU Horizon 2020) Das europäische Forschungskonsortium SCALINGS untersucht die Möglichkeiten und Grenzen einer weitergehenden Verbreitung und Nutzung von ko-kreativen Praktiken quer durch Europa.
Projektleitung
Prof. Dr. S. Pfotenhauer (Koordinator), Prof. Dr. Sabine Maasen, Dr. Uli Meyer, Prof. Dr. Ruth Müller
Zeitraum
05.2018 – 07.2021
past
Fördergeber
EU, Horizont 2020
EU, Horizont 2020 eu-horizont-2020
Projekttyp
consortium
Themen
Co-creation; Open Innovation; Robotik; Städtische Energieversorgung; Autonome Fahrzeuge; Innovative Beschaffung; Living Labs; Infrastrukturen der Co-Creation; vergleichende Forschung
Practicing Evidence – Evidencing Practice Evidenzpraktiken in Wissenschaft, Medizin, Technik und Gesellschaft. DFG Forschergruppe 2448 https://www.evidenzpraktiken-dfg.tum.de/
Projektleitung
Prof. Dr. Karin Zachmann
Zeitraum
2017 – 2023
future
Fördergeber
DFG
DFG dfg
Projekttyp
verbundprojekt-consortium-project
Toxic Entanglements. A Situated Analysis of Epigenetic Knowledge Production in Environmental Toxicology Der anhaltende Prozess der Molekularisierung der Umwelttoxikologie hat lange Zeit geltende Dogmen des Feldes in Frage gestellt. Mit Schwerpunkt auf dem Objekt Toxizität untersucht das Projekt, wie die Übernahme epigenetischer Ansätze etablierte Vorstellungen des Feldes verändert und wirft folgende Frage auf: Wie ist Toxizität „made to matter“ (Murphy 2006) und mit welchen Folgen für die Wahrnehmung von Gesundheit und Krankheit?
Projektleitung
Sophia Rossmann
Zeitraum
Seit 2018
past
Projekttyp
phd
Die Artikulation metabolischer Erkrankungen in einer Lebenslaufperspektive Sind hohes Übergewicht und damit einhergehende Stoffwechselerkrankungen das Ergebnis mangelnder Selbstdisziplin? Diese sowohl gesellschaftlich als auch medizinisch weit verbreitete Annahme wird wissenschaftlich zunehmend in Frage gestellt.
Projektleitung
Dr. Michael Penkler
Zeitraum
09.2018 – 09.2021
past
Projekttyp
Postdoc-Projekt / Post Doc Project
Postdoc-Projekt / Post Doc Project
Re-Enacting Stress in the Lab. On Environmental Epigenetics, Social Adversity and the Molecularisation of Mental Health In den letzten zwei Jahrzenten können wir einen Wandel in der Art und Weise beobachten, wie die Biologie das menschliche Leben konzeptualisiert: nicht mehr hauptsächlich basierend auf einem unveränderlichen Genom, sondern zunehmen dadurch beeinflusst, wie wir leben. Innerhalb dieser Perspektive ist die Umweltepigenetik ein neuer wichtiger Forschungsansatz. Sie geht davon aus, dass unser Körper und Geist formbar sind und durch sozio-materielle Umweltaspekte, darunter Toxine, Ernährung und Stresserfahrungen, verändert werden können. Diese Anpassungen, so die Forscher*innen, erfolgen über molekulare Mechanismen, die die Art und Weise beeinflusst, wie unsere Gene abgeschrieben werden und damit, wie sich unser Körper und unsere Gesundheit entwickeln. Während die Umweltepigenetik wichtige neue Einsichten zum Verständnis des menschlichen Lebens als biosoziales Phänomen bietet, erweitert sie auch den biologischen Blick aus dem Labor auf geeignete Studienojekte in der realen Welt – eine Erweiterung, die möglicherweise soziale und politische Konsequenzen für das Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft sowie für die wissenschaftliche Forschungspraxis mit sich bring. In dieser Arbeit wird daher untersucht, wie ein psychiatrisches Forschungsinstitut Ansätze aus der Umweltepigenetik integriert, um die Ursachen für und die Entwicklung von psychischen Gesundheitszuständen besser zu verstehen. Im Rahmen der epigenetischen Forschung in der Psychiatrie werden Stresserfahrungen als eine entscheidende epigenetische Umwelt beschrieben. Diese Konzeptualisierung fährt zu Forschungsstrategie, Stress in der Laborsituation nachzustellen. In meiner Dissertation gebe ich vertiefte Einblicke in diese alltäglichen Forschungspraktiken auf Grundlage ethnographischer Feldforschung, qualitativer Interviews und Literaturanalyse. Ich untersuche insbesondere die Inszenierung von Stress in drei verschiedenen experimentellen Versuchsanordnungen: Zellmodelle, Tiermodelle und Forschung mit menschlichem Material. Vor diesem Hintergrund argumentiere ich, dass diese unterschiedlichen Versuchsanordnungen ebenso unterschiedliche epigenetische Konfigurationen psychischer Gesundheit mit spezifischen sozialen Auswirkungen realisieren. Neben der Analyse, wie Forscher*innen in ihren Experimenten mit Umwelt/Stress umgehen, befasst sich die Arbeit auch mit der Umwelt dieser Forschungspraktiken und dem biologischen Labor selbst. Aus dieser Perspektive zeige ich eine Diskrepanz zwischen den Idealvorstellungen der Wissenschaftler*innen über die Durchführung sauberer Stressforschung und den tatsächlichen Forschungsbedingungen. Das heißt, dass die Umwelt in der Epigenetik nicht nur als Stimulus in Stressexperimenten wirksam wird. Sie tritt auch als reales Phänomen in Erscheinung, das die Forschungspraktiken beeinflusst, wie z.B. eine laute Baustelle, die potentiell Auswirkungen auf Verhaltensexperimente mit Mäusen haben kann. Angesichts der zentralen Hypothese der epigenetischen Forschung – nämlich, dass sich Umwelterfahrungen in unserer Biologie bis hinunter zum Zellkern widerspiegeln – liefert meine Arbeit wichtige Erkenntnisse darüber, wie epigenetische Perspektiven nicht nur in die psychiatrische Forschung integriert werden, sondern auch darüber, wie die Umweltepigenetik möglicherweise die biologische Forschung selbst verändern kann. Mit anderen Worten: Diese Arbeit zeigt, wie die Epigenetik das Potenzial hat, die Epistemologie der Lebenswissenschaften und unser sozialwissenschaftliches Verständnis des biologischen Labors zu verändern.
Projektleitung
Georgia Samaras
Zeitraum
2015-2020
past
Projekttyp
phd
Evidenz für Exzellenz (TUM Gender & Diversity Incentive Fund; MCTS Lab Engineering Responsibility) Akademische Exzellenz‘ ist in den letzten Jahrzehnten zu einem Kernbegriff wissenschaftspolitischer Diskurse geworden. Zahlreiche tiefgreifende Reformen der europäischen Forschungslandschaft wurden mit dem Ziel begründet, nationale Forschungskapazitäten auf ein weltweites Spitzenniveau anzuheben.
Projektleitung
Prof. Dr. Ruth Müller
Zeitraum
past
Fördergeber
MCTS Labor Engineering Responsibility, TUM Gender & Diversity Incentive Fund
MCTS Labor Engineering Responsibility, TUM Gender & Diversity Incentive Fund -mcts-labor-engineering-responsibility-tum-gender-amp-diversity-incentive-fund
Projekttyp
Drittmittelprojekt / Third-party funded Project
Drittmittelprojekt / Third-party funded Project