Engineering Responsibility Lab

Verantwortung ist zu einem Schlüsselbegriff technisierter Gesellschaften geworden. Grund dafür ist die Notwendigkeit, uns mit unserem wachsenden technologischen Erbe auseinanderzusetzen – in allen Bereichen der Forschung und Technologieentwicklung.

Rückgreifend auf die Grundsätze des MCTS (empirisch, interdisziplinär, reflexiv und dialogisch), interessiert sich das Post/Doc Lab „Engineering Responsibility“ besonders für technologische Praktiken des Umgangs mit Verantwortung vergangener oder zukünftiger technischer Entwicklungen. Dies erfordert (1) die gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten der Technikwissenschaften, die immer stärker Teil von Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit wird, in den Blick zu nehmen. Es bedeutet zugleich (2), die Art und Weise wie wir Verantwortung in verschiedenen Formen und Formaten selbst „engineeren“ mit einzubeziehen.

Diese Doppel-Perspektive ermöglicht es, das bisher vor allem ethisch und wissenschaftspolitisch gerahmte Thema Verantwortung in empirische und methodisch anspruchsvolle Forschung zu übersetzen. Zusätzlich zu einem Fokus auf „Zukünfte“, der bisher den Verantwortungsdiskurs um Technik prägt, gilt es nun auch für (vermeintlich) Vergangenes und die Gegenwart sensibel zu sein. Das kann gelingen, indem die oft wenig beachteten Rückstände und Infrastrukturen technisierter Gesellschaften in den Mittelpunkt gerückt werden. Basierend auf diesen Zugängen werden im Post/Doc Lab Engineering Responsibility drei Themenbereiche besonders in den Blick genommen: Sicherheitsinfrastrukturen und die Frage, wie man diese im Sinne diverser sozialpolitischer Verantwortlichkeiten sensibilisiert werden können; die Frage nach verantwortlichem Forschen und politischem Handeln im Bereich Gesundheit und Ernährung; sowie nach einer verantwortlichen Reflexion und Gestaltung gegenwärtiger Verantwortungspraktiken in Wissenschaft und Forschung.

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