Digital Media Lab

Das Digital Media Lab am Munich Center for Technology in Society integriert Ansätze aus den Sozial- und Kulturwissenschaften und der Informatik, mit einem Fokus auf Science and Technology Studies (STS).Wir untersuchen theoretisch und empirisch Digitalisierungsprozesse in verschiedenen Bereichen gegenwärtiger Gesellschaften, unterstützen Initiativen und Projekte zur Digitalisierung mit wissenschaftlicher Expertise und Politikberatung und suchen und implementieren alternative Wege für eine demokratische und verantwortungsvolle Gestaltung solcher Prozesse.

Auf der Grundlage von materiellen und relationalen Forschungsansätzen begreifen wir Digitalisierung als fortwährende Verflechtungen verschiedener Akteure, Praktiken, Technologien, Regulierungen und Kulturen. Mittels eines breiten Instrumentariums qualitativer, digitaler und “inventiver” Methoden, einschließlich ethnographischer Ansätze, Codeanalyse und Mappings, untersuchen wir unterschiedliche Themen entlang der Leitmotive von Infrastruktur, Kontrolle und Kreativität:

Erstens untersuchen wir Digitalisierung im Hinblick auf Infrastrukturen und versuchen zu verstehen, wie zahlreiche unterschiedliche lokale Orte und Praktiken in großtechnische Systeme integriert werden. Unsere aktuellen Forschungsprojekte hierzu befassen sich mit europäischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkplattformen und mit europäischem Migrations- und Grenzmanagement.

Zweitens erforschen wir digitalisierte Formen von Governance, Kontrolle und Widerstand. Unsere aktuellen Projekte hierzu umfassen Forschungen zu algorithmischer Zurechenbarkeit und epistemischer Transparenz in der Künstlichen Intelligenz (KI), prädikativen Analyseverfahren in Recommender Systemen und in der Polizeiarbeit sowie mit Datenschutz und Privatsphäre im Zeitalter von Big Data.

Drittens analysieren wir die Entwicklung neuer Formen von Kreativität im Zuge der Auseinandersetzung mit digitalen Technologien. Unsere aktuellen Forschungsprojekte hierzu untersuchen das Erzeugen und Lösen von Problemstellungen in Hackathons und Materialisierungen neuer Formen der Ästhetik z.B. in der kunstbasierten Virtual Reality (VR).

Konkrete Formen der forschenden Intervention umfassen die Beteiligung an der Gestaltung von Empfehlungssystemen beim Bayerischen Rundfunk (BR), die aktive Beteiligung an der Entwicklung von Problemstellungen und Lösungsansätzen im Rahmen von Hackathons sowie die Zusammenarbeit mit Künstlern bei der Schaffung von digitalen und VR-basierten Kunstwerken.

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