Engineering Responsibility in Science, Technology & Innovation

Engineering Responsibility in Science, Technology & Innovation

Die Technische Universität München hat sich dem Ziel verschrieben, verantwortungsbewusste Forschung und Innovation zu fördern und umzusetzen. Das MCTS ist ein zentraler Partner und Treiber in der Umsetzung dieser Strategie. In Forschung und Lehre bringen wir dazu wissenschaftliche, politische, ökonomische und gesellschaftliche Akteure zusammen.

Für uns heißt „Verantwortungsbewusste Forschung und Innovation“, die Berücksichtigung gesellschaftlicher Aspekte und Auswirkungen zu einem integralen Bestandteil wissenschaftlichen Arbeitens und technologischer Innovation zu machen. Je zentraler Technologie, Wissenschaft und Innovationen für unsere Gesellschaft werden, desto wichtiger ist es, die Gestaltung unserer Zukunft auf eine offene, verantwortungsbewusste und demokratische Weise zu betreiben.

“Wenn Wissenschaftler und Ingenieure neue Lösungen und Technologien entwickeln, dann verändern sie damit auch immer ein Stück weit unsere Welt… darin… liegt am Ende auch eine große gesellschaftliche Verantwortung.“

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier, 12. April 2018

Verantwortliche Forschungs- und Innovationsprozesse…

  • agieren offen und transparent
  • antizipieren mögliche Konsequenzen und reflektieren Alternativen
  • stärken gesellschaftliche Diversität und Inklusion
  • sind agil und anpassungsfähig

Das MCTS bietet eine Fülle von Initiativen in Forschung, Lehre und Dialoggestaltung an, die das Ziel haben, eine verantwortungsvolle Gestaltung von Forschungs- und Innovationsprozessen zu fördern und zu unterstützen.

… in der Forschung

Am MCTS untersuchen wir in einer Vielzahl von Forschungsprojekten, wie sich der Anspruch an eine gesellschaftlich verantwortliche Forschung und Innovation – eines der gegenwärtigen Leitthemen in der Forschungsförderung auf nationaler und transnationaler Ebene – in die Praxis umsetzen lässt. Hierbei stellen wir Fragen, wie: Wie können gesellschaftliche Bedürfnisse und Interessen in der Forschung berücksichtigt werden? Wie lassen sich die Öffentlichkeit und unterschiedliche Interessensgruppen in Forschungs- und Innovationsprozessen beteiligen? Wie kann eine demokratische Gestaltung von Forschungs- und Technologiepolitik gefördert werden? Dabei tragen die am MCTS angesiedelten Forschungsprojekte einerseits zu einer gesellschaftlichen Reflexion der Rolle von Wissenschaft, Technik und Innovation in unserer Gesellschaft bei. Andererseits erkunden wir auch konkret unterschiedliche Formen und Formate, wie verantwortliche Forschungs- und Innovationsprozesse ganz konkret initiiert, unterstützt und gefördert werden können.

Engineering Responsibility Lab

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Projekt "Scaling up Co-Creation" (SCALINGS)

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Projekt "Genom-Editierung in der Landwirtschaft: Gesellschaftliche und wissenschaftliche Bewertungen"

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… in der Lehre

Den Absolventinnen und Absolventen des MCTS kommt in Bezug auf Fragen eines gesellschaftlich verantwortlichen Umgangs mit Technologie und Innovation eine wichtige (Multiplikatoren-) Rolle zu. Das MCTS hat es sich zum Ziel gesetzt, Studierenden unterschiedlichster Studienfächer die Verknüpfung von Gesellschaft, Wissenschaft, Technologie und Innovation zu vermitteln. Dafür haben wir unterschiedliche Angebote auf Bachelor, Master und PhD Niveau entwickelt, womit wir derzeit über 2200 interdisziplinäre Studierende erreichen. Das Angebot kombiniert die Vermittlung von akademischen Konzepten und Theorien mit praxisrelevanten Beispielspielen und Anwendungsmöglichkeiten:

Elitemaster "Responsibility in Science, Engineering and Technology" (RESET)

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… in Dialog/Beratung/Public Engagement

Das MCTS engagiert sich aktiv in der Entwicklung unterschiedlicher Plattformen, um den Austausch zwischen Gesellschaft und Wissenschaft aktiv zu fördern und zu ermöglichen. Wir organisieren interaktive Veranstaltungen, bei denen sich Bürgerinnen und Bürger aktiv in Technologieentwicklung einbringen und über Forschungsergebnisse informieren können. Gleichzeitig erproben wir Veranstaltungsformate, die unterschiedliche Stakeholder zusammenbringen und zwischen unterschiedlichen Ansichten und Anforderungen vermitteln helfen. „Citizen Science“ ist nicht nur ein Schlagwort, sondern in verschiedenen Projekten des MCTS bereits gelebte Praxis, um Bürgerinnen und Bürgern eine gemeinsame Plattform zur Generierung von Ideen von zu bieten. Der Erfolg dieser vielfältigen Dialogformen zeigt, dass Technologieentwicklung mehr ist als ein technisches Verfahren. Technologieentwicklung ist immer ein gesellschaftlicher Prozess.

Vergangene Veranstaltungen:

Schiedel-Exchange on TechnoSociety

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Makeathon: 3D Druck in der Prothetik

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Ausgewählte Publikationen

  • Borck, C., Lipphardt, V., Maasen, S., Müller, R., & Penkler, M. (2018). Responsible Research? Dilemmata der Integration gesellschaftlicher und kultureller Perspektiven in naturwissenschaftliche Forschungsprogramme. Berichte zur Wissenschaftsgeschichte, 41(3), 215-221. doi:10.1002/bewi.201801898
  • Maasen, S. (2018). Human Brain Project: Ethics Management statt Prozeduralisierung von Reflexivität? Berichte zur Wissenschaftsgeschichte, 41(3), 222-237. doi:10.1002/bewi.201801901
  • Meyer, U. (2018). Digitalisierung ohne Technik? Das Beispiel eines Praxislabors zu Arbeit 4.0. Arbeits- und Industriesoziologische Studien, 11(2), 229-246.
  • Müller, R., Hanson, C., Hanson, M., Penkler, M., Samaras, G., Chiapperino, L., Villa, P.-I. (2017). The biosocial genome? Interdisciplinary perspectives on environmental epigenetics, health and society. EMBO Reports, 18(10), 1677–1682. doi:10.15252/embr.201744953
  • Penkler, M., Hanson, M., Biesma, R., & Müller, R. DOHaD in cience and society: emergent opportunities and novel responsibilities. Journal of Developmental Origins of Health and Disease, 1-6. doi:10.1017/S2040174418000892
  • Pfotenhauer, S., & Jasanoff, S. (2017). Panacea or diagnosis? Imaginaries of innovation and the ‘MIT model’ in three political cultures. Social Studies of Science, 47(6), 783-810. doi:10.1177/0306312717706110